Dies ist eine kontinuierlich wachsende Sammlung mehr oder weniger seltsamer "Stichwörter"

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Eis|vo|gel

Der Name dieser einzigen bei uns vorkommenden Eisvogelart täuscht. Ein Eisvogel mag kein Eis. Er könnte festfrieren und das liegt an seiner Lebensart. Am Steilhang oder auch Hohlweg in einer Höhle wohnend, braucht er einen Ansitz, der ihm Überblick verschafft. 

Eisvögel zieht es an ruhige und saubere Gewässer, wo die kleinen Fische, Frösche und Insekten kreuchen und fleuchen. Stosstauchend jagend, verputzt er die Beute nach kurzer Bearbeitung auf einer als Amboss dienenden Unterlage.

Namensgebend könnte das althochdeutsche "eisan" für "schillernd" gewesen sein. Vielleicht war er der "Eisenvogel", vorne rostend, hinten stahlblau.

Die griechisch-lateinische Benennung geht eher auf Mythen zurück: Kurz vor den Herbststürmen ist das Mittelmeer zwei Wochen sehr ruhig, genannt die halkyonischen Tage. In der griechischen Antike glaubte man, dass dies die Brutzeit der aus dem Meer tauchenden Eisvögel wäre. Götter hatten offenbar auch Spass daran, Menschen in Eisvögel zu verwandeln.

Einige Eisvogelarten gehören heute zur Gattung der Alkyone, die "auf dem Meer brütenden", der Name war auch Grundlage für den Gattungsname unseres Eisvogels (aus griech. "halcyone" wurde lat. "alcedo").


Bild Wikipedia: CC BY-SA 3.0, Link

https://de.wikipedia.org/wiki/Eisvogel 

https://www.nabu.de

 

Me|tier

Das ist mein Metier. Wir wandeln stupide Fliessbandarbeit in handwerklich-kreative Arbeitsverrichtungen. Im Altfranzösischen (um 1000 herum) nannte man ein Handwerk, eine Verrichtung oder einen Dienst ein "mestier"/"mistier", manchmal auch "menestier".

Weitere 1000 Jahre zurück riefen die Römer das "ministerium", wenn es einen Dienst für einen Regenten brauchte. Wer im alten Rom ein Amt hatte, war Dienstleister. Er war "minister" im gleichen Sinn, wie auch heute noch der Ministrant im Gottesdienst als Helfer mitwirkt.

Das Wort "minister" ging wiederum aus dem Wort: "minus" hervor. Der "minister" war im wahrsten Sinne des Wortes ein "geringster". Erst ab dem 11. Jhd. wurde dieses Metier nach und nach aufgewertet. 


Bild von Free-Photos auf Pixabay

https://www.wissen.de/wortherkunft/minister 

 

 

 

 

 
 

Flit|ze|bo|gen

So ein Schlawiner! Hat der Fixl-Bub schon wieder Nachbars Hennen nachgestellt.

Und jetzt flitzt er. Na warte du alte Flitzpiepe! Ich werde ihm den Flitzebogen nehmen.

Doch, halt ein: Was ist eigentlich "Flitze"? Um 1600 hielt man "Pfeile" noch für "flitsche" oder "flitze". Wer damals flitzte, der schoss also mit Pfeilen.

Schon die alten Germanen kannten "fléche". In seiner ursprünglichen Bedeutung geblieben ist allein der Flitzbogen. 


Bild von Rahat Arfin auf Pixabay

https://www.wissen.de/wortherkunft/flitzbogen

Schind|mäh|re

"altes, abgemagertes, verbrauchtes Pferd"

Das war nicht immer so: Mähre nannte man/frau im Spätmittelalter ein weibliches Pferd. Jeanne d’Arc wäre sehr stolz auf ihr edles Ross gewesen.

Doch dann um 1700 änderte sich die Bedeutung. Ist der Gaul zum lahmen Klepper geworden, dann geht es zum Schindanger.

Dort wartete bereits der Schinder, der das arme Schindluder dahin metzelte und häutete. Die Reste der Schindmähre wurden dort unkompliziert entsorgt (oder liegen gelassen).


 Bild von Free-Photos auf Pixabay 

https://de.wikipedia.org/wiki/Mähre

https://de.wikipedia.org/wiki/Schindanger

Nicht sy|stem|re|le|van|ter Ar|bei|ter

Es ist Corona-Zeit. Jeder, der nicht system-relevant ist, bleibt daheim.

Allerdings: Nicht jede Aufgabe lässt sich aus dem Home Office heraus erledigen und nicht alle sind "online".

Und selbst wenn. Die Webcam zeigt, was wir preisgeben wollen. 

Natürlich haben wir alle diszipliniert daran gearbeitet, den Alltag unter den widrigen Bedingungen so normal wie möglich zu gestalten. 

Dennoch kamen unsere Gewohnheiten ordentlich durcheinander. 


Quelle: HardcoreHistoryHumanMind

Co|vid-20

Genug von Covid-19? 

Hier aufschlauen: Quelle Wikipedia

Oder hier: Quelle Der-postillon.com

Zeit

Zeit ist relativ, das wissen wir seit Einstein. Aber, was ist eigentlich Zeit? Das weiss man jetzt nicht so ganz genau. Streng genommen, ist Zeit das, was wir mit Uhren messen.

Allgemein hat man vereinbart, was eine Sekunde ist. Das ca. 9,192 Billionen-Fache der Schwingungsdauer eines Cäsium-Atoms definieren wir als "Sekunde".

Soweit, so abstrakt. Zeit ist wie Raum nur dort wesentlich, wo wir sind. Unsere Umwelt zwingt uns, Zeit zu investieren, um etwas zu erledigen.

Wir sortieren vergangene, gegenwärtige und zukünftige Aktivitäten, wobei nur die gegenwärtigen Vorhaben von uns selbst beeinflusst werden können.

Aber das ist auch wieder sehr theoretisch. Praktisch gesehen, ist es noch keinem gelungen,sich in der Zeit rückwärts zu bewegen. Aber die Zukunft lässt sich gestalten.


www.swr.de/wissen/ | Tonspur

Mo|ri|ta|ten|hu|pe

Viele Jahrhunderte lang war die Moritat ein von einem Bänkelsänger vorgetragenes Lied mit meist eintöniger Melodie, das eine schauerliche oder rührselige Geschichte zum Inhalt hat und mit einer belehrenden Moral endet.

Dabei wurde fleissig mit der einen Hand an der Drehorgel gekurbelt, während die andere Hand durch die auf einer Tafel in Bildern dargestellte Geschichte führte.

Galt diese Kunstform seit der Industrialisierung als ausgestorben, wird diese mit den wachsenden technologischen Möglichkeiten von missionarisch Eifernden wiederbelebt und professionalisiert. 


Dorf|kor|po|ra|ti|on

Dein Dorf hat keinen ÖPNV? Egal. Dafür habt ihr vielleicht eine Dorfkorporation.

Auch nicht? Wasser und Strom kommen aus der Leitung, einfach so? Ok.

Dann habt ihr vielleicht eine rote Bank? Nein? Eine Sparkasse. Ach so.


Dorfkorporation Niederwil 

ho|lis|tisch

Ganzheitlich betrachtet ist das Adjektiv "holistisch" ein Blackboxwort. Es lässt sich hervorragend zum Pimpen von Präsentationen verwenden.

Toll kommt auch die Aufforderung, das Ganze doch einmal holistisch zu betrachten. Was genau mache ich da jetzt?

Ach, egal.

Gut, dass wir das holistisch im Auge behalten.


Bild von Susanne Jutzeler, suju-foto auf Pixabay

Schmal|ki|fie|ber

Das Schmalki-Fieber ist eine gefährliche Erkrankung. Fällt die Bestrahlung all zu intensiv aus, dann zeigen sich rasch die ersten Symptome.

Da hilft nur: Abschalten!

Bereits kurze Zeit nach dem Abschalten zieht sich das Schmalki-Fieber zurück.