Tau|ge|nichts

Du Tunichtgut. Du bist eine Last. Mach Dich doch mal nützlich. Du Hallodri, Nichtsnutz, Haderlump, Taugenichts...für was bist Du gut? Es gab einmal in der Antike eine Gutheit.

Gemeint war die Tauglichkeit. Warst Du der Taugenichts, dann ging es um die Frage, zu was Du taugst, für was Du brauchbar bist? Schon immer stellte sich diese Frage, wenn der Nachwuchs nicht in die ihr oder ihm vorgedachte Bahn einschwenken wollte. 

„Tougen“, noch ursprünglicher im 11. Jahrhundert „tühtic“, nannte man denjenigen, der zu etwas zu gebrauchen war. Es bildeten sich zwei Wörter heraus: Taugen und tüchtig. Bereits die alten Germanen sprachen von „dugunþi-“, den hochwertigen Eigenschaften eines Menschen. Mittelhochdeutsch dann tugent genannt, hat sich auch dieses Wort bis heute gehalten.

Einer der berühmtesten Taugenichtse war der dicke Lüderjahn. So nannte man im Volk schon zu Lebzeiten den Regenten von Preussen, Friedrich Wilhelm II, der - auch durch ungeschicktes Regieren - nie die Grösse seines Vorgängers, Friedrich des Grossen, erreichte.


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