kre|den|zen

Ach, hätten wir doch einen Vorkoster. Dann könnten wir euch was kredenzen.

Noch im 14. Jhd wurde fleissig kredenzt. Herrscher waren so beliebt, dass sie lieber jede Speise und jedes Getränk von dem Vorsteher der Hofhaltung, also dem Vorgesetzten, probieren liessen.

Überlebte dieser die Probe, dann konnte der geliebte Herrscher daran glauben (lateinisch: credere), dass dieses Mahl und seine Dienerschaft ihm gewogen und somit bekömmlich waren. Es wurde ihm kredenzt.

Es war also angerichtet. Einwandfrei. Erst später änderte sich der Wortsinn hin zum Anbieten oder Reichen von Speisen bzw. Getränken. Geblieben ist die Anrichte.


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