Im Drei|eck sprin|gen

Unverhofft kommt oft. Handelt es sich um ein Prachexemplar des erweiterten Reiz-Reaktions-Schemas, dann folgt auf den Reiz eine Beobachtung oder Erinnerung, eine (vielfach zu hohe) Erwartung bildet sich, gefolgt von Enttäuschung, welche sich in Empörung entläd.

Perfekte Grundlage für das Springen im Dreieck. Der vierte Wilhelm von Preussen, kam im 19. Jhd. kurz nach seiner Krönung auf eine verschrobene Idee. Er liess ein ganz besonderes Gefängnis bauen. Einen Knast, der den Gefangenen eine der letzten Freiheiten nehmen sollte: Die Begegnung mit ihresgleichen.

Dazu liess er den runden Innenhof des Zellengefängnisses Moabit wie einen Kuchen mit hohen Mauern in viele kleine Dreiecke stückeln. 10m² pro Häftling. Dieser Service erregte so manchen Insassen. Die Wut enlud sich, so die Legende, durch unkontrolliertes Springen im Dreieck. 


Bild Google Maps und Wikiwand

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