Eis|vo|gel

Der Name dieser einzigen bei uns vorkommenden Eisvogelart täuscht. Ein Eisvogel mag kein Eis. Er könnte festfrieren und das liegt an seiner Lebensart. Am Steilhang oder auch Hohlweg in einer Höhle wohnend, braucht er einen Ansitz, der ihm Überblick verschafft. 

Eisvögel zieht es an ruhige und saubere Gewässer, wo die kleinen Fische, Frösche und Insekten kreuchen und fleuchen. Stosstauchend jagend, verputzt er die Beute nach kurzer Bearbeitung auf einer als Amboss dienenden Unterlage.

Namensgebend könnte das althochdeutsche "eisan" für "schillernd" gewesen sein. Vielleicht war er der "Eisenvogel", vorne rostend, hinten stahlblau.

Die griechisch-lateinische Benennung geht eher auf Mythen zurück: Kurz vor den Herbststürmen ist das Mittelmeer zwei Wochen sehr ruhig, genannt die halkyonischen Tage. In der griechischen Antike glaubte man, dass dies die Brutzeit der aus dem Meer tauchenden Eisvögel wäre. Götter hatten offenbar auch Spass daran, Menschen in Eisvögel zu verwandeln.

Einige Eisvogelarten gehören heute zur Gattung der Alkyone, die "auf dem Meer brütenden", der Name war auch Grundlage für den Gattungsname unseres Eisvogels (aus griech. "halcyone" wurde lat. "alcedo").


Bild Wikipedia: CC BY-SA 3.0, Link

https://de.wikipedia.org/wiki/Eisvogel 

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