Perspektivwechsel: Real existierender Coronismus

Es fühlt sich ja derzeit ein wenig wie früher an, als der Westen über den Osten lachte. Die hatten "da drüben" einfach so mitgespielt im real existierenden Sozialismus. Seltsam, dass die das so ohne Weiteres mitmachten. Dabei war alles so widersprüchlich, recht gut zu durchschauen ... es sei denn, man war Teil des Systems.
 
Derzeit ist das ähnlich. Es gibt aktuell reichlich auf die Ohren. Freiwillig verteilte Belehrungen und missionarischer Eifer füllen den Raum gut aus. Alle nicken, wir wissen dass es gut ist, wie es ist. Unbequem, aber tiptop. Es hätte schlimmer kommen können.
 
Und, wir vertrauen natürlich den Qualitätsmedien. Die liefern fundierte Informationen. Das war im Osten nicht viel anders. Dort gab es eher selten mal ein Qualitätsmedium (bspw. Sputnik), welches behutsam, aber kritisch all die vielen Meinungen hinterfragte. Wozu auch. Die Partei hatte immer Recht.
 
Aber etwas anderes ist gerade ziemlich cool: Ich gehöre jetzt zu einer Minderheit und darf - allein mit Reisepass - in den Westen reisen. Mein Nachbar nicht. Der müsste einen Ausreiseantrag stellen.
 
Leider kann ich mein Westgeld nicht - wie früher - 1:20 tauschen. Der aktuelle Kurs von EUR zu CHF ist eher 1:1. Na ja, immerhin. 😎 Mal sehen, was nach der Wende der Euro so wert ist. Eher unwahrscheinlich, dass dann - wie früher - der schnelle (harte) Franken kommt. 😁
 

  
 
Stolz präsentiert die Brigade Feuerstein den Genossen die 1000ste Daddelmaschine für Pubertisten. Grossartig. Böse Zungen behaupten, es gibt eher ein Wartungsproblem, einige Rechenmaschinen stehen ungenutzt in Schulen. Andere sagen, es mangelt eher an Konzepten für Digitale Klassenräume. Sie irren. Mehr Hardware braucht das Land! Den Coronismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf!
 
Kommentar auf der Facebookseite von Lustenau.at: https://www.facebook.com/Lustenau/posts/10158097295263536 
Es ist wie beim Computer Game. Nachdem der Bürgermeister emsig Computer geschraubt und somit Level 1 geschafft hat, warten jetzt vier schwere Level auf ihn:
Level 2: Organisiere eine Wartungstruppe, die brachliegendem Gerät in den Schulen wieder Leben einhaucht
Level 3: Veteinbart endlich das seit längerem auf Landesebene wartende Konzept für Digitale Klassenzimmer
Level 4: Findet Zugang zu bestimmten Gruppen, gern als bildungsfern abgestempelte Familien, die keine Hobby-ITler sind
Level 5: macht einige konkrete Meter in Richtung Medienkompetenz
Ansonsten habt ihr eure Zeit eher in Elektroschrott investiert. Das wäre doch schade. Ich bin übrigens gern bei Level 5 dabei, für die anderen Level braucht es andere Leute.
 
Antwort: Der Kandidat hat 100 Punkte …
 
*Walk the talk*.. da selbst in abgelegenen Winkeln der Welt offensichtlich viele junge Menschen bereits Zugang zu TikTok &. Co. haben und selbst Mond und Hunde zahlreich im Internet vertreten sind, werden Level 3 und 5 die echten *Challenges* werden. Dazu müsste sich auch was in den Köpfen der Bestimmer und Gestalter ändern. Kinder sind da erfahrungsgemäss offen. wenn das Vorhaben glaubhaft, spannend und nützlich erscheint. Nicht jede Lustigenauer Schulleitung sah Anfang dieses Jahres die Notwendigkeit von digitaler Kompetenz. Das Kaufen von Rechenleistung ändert nicht das *Mindset*. Nun gut, zeigt mal, was so geht. Gelingt da was konkretes, dann könnt ihr euch mal richtig feiern lassen.
 
Antwort: Was digitale Technokraten im Mindset ihrer (Rechen)Leistungsgesellschaft oft ausblenden: es geht immer auch um Lesekompetenz ... https://www.fritzundfraenzi.ch/medien/medienerziehung/lesekompetenz-statt-medienkompetenz
 
Wer oder was ist jetzt schon wieder ein digitaler Technokrat? Sowas wie ein Hobby- Virologe? Manchmal verwendest Du seltsame Titel. Ich nehme mal an, es ist wertschätzend in Richtung Meinungsvielfalt, oder ist das eher ein Hauch von Eliten-Denken? Meinst Du wirklich, dass Lese- und Medienkompetenz in Konkurrenz stehen? Highlanderprinzip?
 
Proof of concept: ich zitiere mal deine Referenz, ganz im Stil der Qualitätspresse. Ich lass mal was weg und beginne mit dem aus meiner Sicht wesentlichen"... beispielsweise werden bewusst zu­­gespitzt formuliert, um Leser aufzuregen oder Angst zu verbreiten. Kochen die Emotionen hoch, wird die Nachricht oft ungeprüft über die Teilen-Funktion weiterverbreitet. Besonders populistische Parteien mit einfachen Parolen nutzen diese Methode als ideales Werkzeug, um die Stimmung in ihrem Interesse anzuheizen. Nur mit der entsprechenden Lesefähigkeit lassen sich die Fakten überprüfen." Lesefähigkeit finde ich gut, und Medienfähigkeit hilft, herauszufinden, was der Kontext des Zitats gewesen ist. Leider mangelt es aktuell oft an beidem und auf vielen Ebenen. Lasst uns das verbessern, egal ob digitaler Technokrat, Hobby-Virologe oder Bürgermeister. 
👍
 
Wie auch immer, "Mit „School Kids Online“ ermöglichen sie jetzt zusammen mit vielen Ehrenamtlichen und Unterstützern wie Marke Vorarlberg
und Digitale Initiativen unseren Kindern den Zugang zum digitalen Lernen." ... mit 1000 zusammengeschraubten Rechenmaschinen heben wir jetzt die Lesekompetenz. Mal sehen.