Perspektivwechsel: Das Höhlendilemma

Heute schon gedöst? Wir schon.

Euch ist auch langweilig? Na dann ist es Zeit für ein Gedankenspiel: 

Eine Gruppe Schiffbrüchiger landet auf einer Insel (ohne WLAN 😊). Es gibt auf der einen Seite eine Höhle und auf der anderen Seite Bananenstauden und Quellwasser.

Dummerweise hausen auf der Insel auch Säbelzahntiger. Das ist die Lage.

Dumm gelaufen.

Jetzt kommen die Maschinenmenschen in der Gruppe und berechnen: Alle müssen in der Höhle bleiben, das schützt vor Säbelzahntiger.

Gesagt, getan. Nach einiger Zeit kommt allerdings der Hunger. Jetzt fangen dieselben Maschinenmenschen an neu zu kalkulieren, wie viele in der Gruppe geopfert werden könnten, um endlich an die Bananen zu kommen.

Dank der Maschinenmenschen hat die Gruppe nun professionelle Prognosen.

Fehlt da nicht was? Versuch macht schlau, oder doch nicht? Brauchen wir einfach noch mehr Planung?

Forschungsfrage: Was könnte konkret helfen, aus dem Dilemma herauszufinden? Weitere Berechnungen? Oder doch eher mutige Feldversuche, die Säbelzahntiger auszutricksen?

Erste Ideen vom Zwerg: Um die Insel herum laufen, statt mittendurch. Über die Bäume klettern.

Was könnte man noch machen?


Kommentare:

  1. Was sind Maschinenmenschen? Roboter?
    >> Menschen, die glauben, alles ist berechenbar. Man erkennt sie daran, dass sie gern planen und dicke Konzepte schreiben. Das machen sie so verlässlich wie Maschinen. Und dann passen sie gewissenhaft auf, dass jeder roboterhaft ihre Pläne abarbeitet. Schon mal einen gesehen? Sie tarnen sich oft mit Titeln 😁

♦ 17.05.2020: Quelle Focus20200518_Focus.pdf

Da war doch schon mal was über Maschinenmenschen, also Menschen, die nur noch einstudierte Programme abspulen können oder wollen.
 
Ein dazu passendes Zitat aus der Einleitung des Hüther-Buchs "Rettet das Spiel": "Herzlich willkommen in der Welt, in der der Mensch nur dort ganz Mensch ist, wo er spielt. Denn was wären wir, wenn wir aufhörten zu spielen? Wir würden dann genauso reagieren wie ein Computer. Die können, weil sie nicht die Fähigkeit haben, in Gedanken zu spielen, auch immer nur das hervorbringen, wofür jemand sie programmiert hat. Ein Leben ganz ohne Gedankenspiele wäre ein Leben ohne Lebendigkeit."
 

 
 
Der Gang der Dinge in Österreich 2020